Regentonne
Eine Regentonne ist eine einfache und erschwingliche Form der Regenwassernutzung. Sie ist die günstige Alternative zur Zisterne. Das vom Dach fließende Regenwasser wird in der Tonne aufgefangen und kann zur Gartenbewässerung verwendet werden. Auf diese Weise kann eine unnötige Verschwendung von Trinkwasser vermieden und Geld für den Garten gespart werden.
Die klassische grüne Regentonne ist heute nicht mehr das einzig erhältliche Modell: Inzwischen haben sich die Hersteller einiges einfallen lassen. Regenwassertanks sind nun in den verschiedensten Formen und Farben erhältlich. Es sind runde, eckige und ovale Regentonnen erhältlich, Wandtanks, die einer Mauer ähneln oder gar Wasserbehälter in Form eines Hinkelsteins. Was das Material betrifft, so können Sie zwischen einer Wassertonne aus Holz und aus Kunststoff wählen. Eine der schönsten Varianten ist jedoch die Regenwasseramphore.
Worauf sollte beim Kauf geachtet werden?
Ein fest verschließbarer Deckel ist für jede Regentonne ein absolutes Muss. Damit ist das Wasser vor Sonneneinstrahlung geschützt und Algenbildung wird verhindert. Ein fest verschließbarer Deckel verhindert auch tragische Unfälle, falls Kleinkinder in der Nähe spielen.
Ein wichtiges Zubehörteil ist der Regensammler. Er verbindet die Regentonne mit dem Fallrohr und verhindert das Überlaufen der Regentonne.
Achten Sie darauf, dass die Regentonne standfest gebaut ist. Dickwandige Tonnen verhindern ein Umkippen und bieten eine gewisse Frostsicherheit, falls im Winter vergessen wurde, rechtzeitig das Wasser auszuleeren.
Viele Regensammler werden mit einem Zapfhahn geliefert. Dieser sollte im Optimalfall leicht anzubringen sein, ebenso die Verbindungsrohre zum Fallrohr. Zudem sollten langlebige Profildichtungen verwendet werden, denn undichte Stellen an den Rohren tun keiner Hauswand gut.
Funktionsweise
Das Prinzip einer Regentonne ist einfach: Das Regenwasser, das vom Dach fließt, gelangt in die Regenrinne und fließt von dort durch das Fallrohr. Die daran angeschlossene Regentonne fängt das Wasser ein und speichert es. Viele Ausführungen besitzen einen Wasserhahn, so dass die Gießkanne sehr einfach gefüllt werden kann. Sollte der Behälter einmal voll sein, fließt das Wasser durch einen Überlauf in das Fallrohr ab.
Aufstellen der Regentonne
Eine Regentonne sollte stets auf einem festen Untergrund stehen, damit ein Umkippen ausgeschlossen werden kann. Grasflächen sind also zu vermeiden. Wird ein Auslaufhahn verwendet, ist es außerdem wichtig, den Regenwasserbehälter erhöht auf ein Podest zu stellen, damit noch die Gießkanne darunter passt und bequem das Regenwasser eingefüllt werden kann.
Anschluss
Die einfachste Möglichkeit, Regenwasser vom Regenrohr in die Regentonne zu leiten ist mit einer Regenwasserablaufklappe. Sie kann per Hand jederzeit geöffnet oder geschlossen werden. Ein Überlaufschutz ist damit allerdings nicht gegeben. Besser ist es, die Regenwassertonne mit einer Zuleitung an das Regenrohr anzuschließen. Bei Auslieferung der Tonne ist meist ein gestanztes Sollbruchstück in die Tonne eingearbeitet. Dieses wird herausgebrochen oder herausgesägt. Am Fallrohr wird ein Passstück eingearbeitet. Sodann wird wird die Regentonne mit dem Fallrohr durch das Zuleitungsrohr verbunden.
Zubehör & Gestaltung

Bild: Clyde Robinson Lizenz: cc-by 2.0
Wie erwähnt, ist ein Deckel die Voraussetzung dafür, dass das Wasser in der Regentonne klar bleibt und nicht durch Schmutz, Algenbildung oder Insekten verunreinigt wird. Der Deckel allein hilft jedoch noch nicht, wenn der Schmutz beispielsweise nach einer langen Trockenzeit vom Dach gespült wird und in der Regentonne landet. Dies kann durch einen Regenwasserfilter verhindert werden, der in das Fallrohr eingebaut wird.
Manch einem ist der Wasserdruck der Regentonne allein nicht stark genug. Abhilfe schafft hier eine Regenfasspumpe.
Obwohl inzwischen auch ästhetisch ansprechende Regenfässer erhältlich sind, sind gerade die günstigen Regentonnen auch heutzutage keine Schönheit. Mit ein wenig Kreativität und Ideenreichtum lässt sich jedoch Abhilfe schaffen. Regenfässer lassen sich außen mit Lackfarbe bemalen, sie können in einer Holzkonstruktion versteckt werden oder in einen großen Jutesack gesteckt werden. Auch Kletterpflanzen können die Tonne verschönern.
Pflege der Regentonne
Wer keine frostsichere Regentonne besitzt, muss bei Winterbeginn unbedingt darauf achten, das Wasser vor dem ersten Frost aus der Tonne zu entfernen. Sonst ist die Gefahr groß, dass die sie Risse bekommt. Wer seine Regentonne auf den Kopf stellt, geht sicher, dass sich kein Wasser am Boden absetzt.
Kleine Risse oder Löcher in der Tonne können am besten mit einem kleinen Plastikstreifen geflickt werden, der mit einem 2-Komponentenkleber auf den Riss aufgeklebt wird.
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